Reiseblog Travel Sisi

Mein Yoga Retreat ist also gebucht und der Tag vor der Anreise auf meine Yoga Insel Koh Yao Noi ist da. Meine Bedenken habe ich irgendwann alle über Bord geworfen und treffe am Nachmittag in Krabi ein. Hier habe ich mir ein Zimmer in einem Gästehaus gebucht. Meine Unterkunft ist schnell gefunden, denn ich war vor einigen Jahren bereits in Thailand unterwegs und habe vor der Bootsfahrt auf Phi Phi Island auch in Krabi geschlafen. Beim Check-in werde ich gefragt, wo ich denn Morgen hinwolle. Als ich erkläre, dass ich auf Koh Yao Noi möchte, bietet mir der nette Rezeptionist gleich einen Transfer im schicken klimatisierten Van an. Ist ja sehr nett gemeint, aber der Preis ist doch etwas übertrieben. Mit Hilfe von meinem Reiseführer und dem Internet habe ich mir den Weg zu meinem Yoga Retreat bereits ausgearbeitet. Meine Reise wird mich einen Bruchteil von dem kosten, was mir hier angeboten wird. Ich ziehe also gerne Authentizität im lokalen Transportmittel der Klimaanlage und dem schicken Fahrzeug vor und lehne den Transfer höflich ab.

Yoga Retreat Thailand – Prima Start in Krabi

Krabi ist ein netter kleiner Ort und hat einen tollen Nachtmarkt. Hier lasse ich mir ein leckeres Pad Thai schmecken, bevor es auf die Yoga Insel geht. Dazu trinke ich vorsichtshalber auch noch ein Singha Bier.

Abendessen beim Nachtmarkt in Krabi

Wer weiss, vielleicht ist Biertrinken bei meinen Yogis verpönt :-)!

Yoga Retreat Thailand – Die Anreise nach Koh Yao Noi wird zur Gedulprobe

Am nächsten Tag stehe ich früh auf und organisiere mir in einem der Cafes ums Eck ein Frühstück. Jetzt geht es also gleich los auf die Yoga Insel! In meinem Magen kribbelt es ein wenig, denn immer noch plagt mich die Ungewissheit, was mich dort erwarten wird. Ich werde um die Mittagszeit in meiner Unterkunft eintreffen und wenn es mir nicht passt, kann ich noch am gleichen Tag wieder abhauen. Das beruhigt doch, oder? Nach dem Frühstück checke ich in meinem Gästehaus aus und als er mein Gepäck sieht, bietet mir der Rezeptionist erneut seinen coolen Transfer an. Er soll auch in 15 Minuten losgehen. Ich erkläre ihm, dass ich den Weg lieber selber finden werde und damit auch einiges an Geld sparen kann. Da lacht er nur! Wenig später weiss ich auch warum…

Ich gehe also fröhlich zur Bushaltestelle. Diese ist auf der Karte in meinem Reiseführer auf jeden Fall genau als solche gekennzeichnet. Dort angekommen, weist allerdings nichts auf eine Bushaltestelle hin. Ich schaue mich um. Ein paar Leute stehen schon hier, aber ist das wirklich der richtige Platz? Am besten ich frage mal. Die Thai Frau lächelt mich freudig an. Nach einigem Hin und Her ruft sie die Frau aus dem nahen Shop. Sie scheint mich dann auch endlich zu verstehen und erklärt mir irgendwie, dass sie mir sagen wird, wann mein Bus kommt. Das klingt gut und ich setze mich auf meinen Rucksack. Laut meinem Reiseführer sollte der Bus eigentlich bereits eingetroffen sein. Die Minuten vergehen. Ich überlege, ob ich jetzt überhaupt noch meine Fähre wie geplant erreichen kann? Die Fahrt zum Hafen wird ja bestimmt auch seine Zeit brauchen? Meine Gedanken werden unterbrochen von einer winkenden und rufenden Shop-Verkäuferin. Auch die anderen Leute stimmen mit ihr ein und ich verstehe, dass der Bus, der hier auf mich zurollt, meiner ist. Super, dann komme ich also doch noch rechtzeitig zum Hafen! Ich setzte mich in den Bus und die Fahrt geht los.

Ich freue mich, dass alles so einfach geklappt hat. Wir fahren durch ein paar Strassen von Krabi und ich vermute, dass wir noch ein paar Leute aufgabeln wollen. Einsteigen will aber niemand. Nach wenigen Minuten Fahrt stoppt der Fahrer plötzlich am Strassenrand. Ich staune nicht schlecht, als er auch aussteigt. Wo will er denn hin? Ich frage ihn und er erklärt mir, dass dieser Bus erst in 40 Minuten zu meinem Hafen losfährt. Er macht jetzt erstmal Pause. Wieso denn das? Und soll ich jetzt hier so lange warten? Ich schaue ihn böse an, packe meinen Rucksack und marschiere zurück zu meiner Bushaltestelle. Sie befindet sich idealerweise auch nur wenige Meter weiter vorne und ich muss feststellen, dass ich gerade einmal im Kreis durch Krabi gedüst bin. Hier stehen noch immer die gleichen Leute rum und auch die Shop-Besitzerin begrüsst mich wieder. Ich erfahre, dass ich im richtigen Bus war und dass der Bus, den ich eigentlich erwischen wollte, schon längst unterwegs war. Der soll also früher als geplant abgefahren sein? Ich warte noch ein Weilchen und als kein anderer Bus auftaucht, mache mich wieder auf den Weg zurück zu „meinem“ Bus. Pünktlich zur genannten Abfahrtszeit trifft auch der Fahrer wieder ein und schmunzelt mich an. Er hat wohl gewusst, dass ich wieder zurückkommen würde.

Endlich geht die Fahrt zum Hafen los. Jetzt steigen auch überall Leute zu. Wir kurven durch Krabi und düsen danach durch die umliegende Gegend. Vor einem Supermarkt wird gestoppt. Ein Fahrgast steigt aus und geht in den Laden. Wir warten. Wenige Minuten später kommt sie mit einem Karton Eier zurück. Ist das jetzt etwa auch noch eine Shoppingtour? Die anderen Mitreisenden scheinen zum Glück aber alle schon vorher eingekauft zu haben: Ich sitze neben vielen Kartons, vollen Plastiktüten, einem Ventilator und auch Baumaterial ist mit on Tour. Weiter geht die Fahrt und führt uns durch die herrliche Umgebung um Krabi. Ich sehe grüne Hügel an mir vorbeiziehen und bin gespannt auf meine Fähre. Ob ich sie wohl überhaupt noch erreiche?

Yoga Retreat Thailand – Mit dem Boot gehts auf Koh Yao Noi

Nach ungefähr einer Stunde kommen wir am Tha Lane Pier an und ich steige aus. Schon kommt mir ein netter Thai entgegen und nimmt mir meinen Rucksack ab. Die Fähre oder besser das kleine Boot steht für die Überfahrt zu meinem Yoga Retreat auf Koh Yao Noi bereit. Es scheint auf uns gewartet zu haben, denn alle Fahrgäste des Busses steigen zielstrebig um in dieses Boot. Bis alles Gepäck verstaut ist, dauert es noch eine Weile, aber dann legen wir vollgepackt ab und fahren in die Bucht von Phuket hinaus.

Das Boot legt vollgepackt am Ao Nan Pier ab

Die Fahrt durch die Bucht ist herrlich. Überall entdecke ich neue Karstberge, die sich aus dem Meer erheben.

Die Bootsfahrt geht vorbei an Karstbergen

Wir erreichen meine Yoga Insel und ich bin froh, dass ich es geschafft habe. Fast, denn jetzt muss ich erst noch meine Unterkunft finden.

Yoga Retreat Thailand – Zu Fuss auf Koh Yao Noi unterwegs

Gemäss Beschreibung auf der Webseite kann sie auch zu Fuss erreicht werden. Das gefällt mir, denn dann sehe ich auch gleich noch etwas von meinem neuen Zuhause. Ich verzichte also auf das Angebot, dorthin gefahren zu werden. Der Thai will mich als alleinreisende Weisse natürlich auch mal wieder komplett über den Tisch ziehen. Sind ja nur ein paar Minuten bis zu meinem Resort!

Aus den Minuten werden einige mehr. Ich schwitze ganz schön und der Weg zieht sich ziemlich in die Länge. Dafür erhalte ich wirklich einen prima ersten Eindruck von der Insel und der ist auch noch äusserst positiv: Hier scheint Thailand noch in bester Ordnung zu sein. Kaum Verkehr, viel Natur, vereinzelte kleine Resorts mit putzigen Bungalows und einen wunderschönen Blick auf das Meer und die Karstberge im Wasser.

Yoga Retreat Thailand – Bungalow mit Aussicht

Dann endlich erscheint hinter einer Kurve das Schild zu meiner Unterkunft und führt mich zum Meer hinunter. Ich bin wirklich froh, als ich wenige Meter weiter meinen Rucksack im Restaurant ablegen kann. Eine freundliche Thaifrau begrüsst mich und informiert mich, dass mein Bungalow gerade geputzt wird und ich doch erst mal hier warten und etwas trinken soll. Dieses Angebot nehme ich dankend an, setze mich an den langen Tisch und geniesse das kalte Getränk und den grandiosen Ausblick auf die Bucht. Ist das nicht herrlich?

Blick von der Terrasse des Yoga Retreats

Dann ist mein Zimmer bezugsbereit. Jetzt bin ich aber gespannt! Ich werde in ein nigelnagelneues Holzbungalow geführt und fühle mich gleich sehr wohl in meinem neuen Zuhause.

Mein Bungalow im Yoga Retreat

Das Schlafzimmer ist riesig und das Badezimmer auch. Und das Alles gehört mir allein – Wow! Der Blick auf den Garten ist auch toll. Jetzt chille ich mich auf jeden Fall gleich mal in die gemütliche Hängematte, die auf meinem Balkon hängt. Um 16h30 startet das Yoga Retreat mit der ersten Lektion. Bis jetzt habe ich noch keine Leute gesehen. Wo die alle sind? Oder bin ich etwa die Einzige? Im Nachbarbungalow hängt auf jeden Fall ein Handtuch auf dem Balkon. Wir sind also mindestens zu Zweit. Ich bin gespannt, was mich erwartet. Ihr hoffentlich auch, denn davon berichte ich dann im nächsten Post.

Hast du auch bereits ein Yogaretreat gemacht? Warst du vielleicht sogar auf einem Yoga Retreat in Thailand? Was sind deine Erfahrungen? Wie immer freue ich mich sehr über deinen Kommentar! 

Namaste,
Eure Travel Sisi

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Yoga Retreat Thailand: Vorfreude (Teil I)
Yoga Retreat Thailand: Yoga Lektionen (Teil III)
Yoga Retreat Thailand: Aktivitäten (Teil IV)

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