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Die Steinböcke in Pontresina auf Steinbockpirsch im Engadin

Ich liebe Tiere aller Art und beobachte sie gerne in der freien Natur. In Afrika bin ich deshalb ziemlich oft auf Safari gegangen. Hier in der Schweiz ist eine Safari zwar nicht möglich, aber in Pontresina gibt es ein ähnliches Angebot. Wenn im Oberengadiner Ort der Schnee schmilzt und die Wiesen ums Dorf saftig grün werden, wagen sich die Steinböcke bis ins Dorf. Sie sind dann dort bis ungefähr Anfang Juni, wenn sie sich wieder in höhere Bergregionen zurück ziehen. Als ich von diesem Phänomen erfuhr, wusste ich, dass ich dort hin musste. Als Neu-Bündnern – seit letztem Jahr wohne ich in Maienfeld – ist es ja schliesslich fast meine Pflicht, das Wappentier des Kantons Graubünden kennen zu lernen. Der kleine Globetrotter wollte natürlich mit, um unbedingt die Freunde von den frechen Steinböcken Gian und Giachen kennen zu lernen! Falls du diese Kult-Steinböcke nicht kennst, kannst du dich hier updaten.

Ob wir die Steinböcke in Pontresina wirklich gesehen haben, verrate ich dir in diesem Artikel. Und es gibt auch etwas Tolles zu gewinnen!

Die Steinböcke in Pontresina: Unsere Anreise ins Oberengadin

Eigentlich wäre schon alleine unsere Anreise ins Oberengadin einen Artikel wert. In Chur haben wir die Rhätische Bahn bestiegen und sind damit bis nach Celerina gefahren. Chillen und die Augen zumachen solltest du auf dieser Strecke nicht, denn sie ist ein echtes Highlight.

Die gemächliche Fahrt mit der Bahn geht über unzählige Brücken, spektakuläre Viadukte und kleine Tunnels.

Ich vermute, wenn man diese Fahrt einmal gemacht hat, wird man nie mehr mit dem Auto ins Oberengadin fahren!

Die Steinböcke in Pontresina Anreise mit der Rhätischen Bahn

Die Steinböcke in Pontresina kleiner Globetrotter in der Rhätischen Bahn

Die Steinböcke in Pontresina: Wohnen nahe bei den Steinböcken

Im Engadin startet die Sommersaison erst gegen Mitte Juni und davor haben viele Hotels und Restaurants noch geschlossen und machen sich parat für die Saison. Auch in Pontresina. Die Temperaturen sind aber auch im Engadin bereits frühlingshaft warm und es wird gemunkelt, dass sich die Steinböcke bald aus Pontresina in höhere Lagen zurück ziehen werden. Wir nehmen deshalb in Kauf, dass wir nicht direkt in Pontresina, sondern im Nachbarort Celerina übernachten. Bei zwei Übernachtungen ist die Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr und Bergbahnen inklusive. Der Engadin Bus bringt uns deshalb ganz flott in knapp 10 Minuten und auch noch kostenlos von Celerina ins Zentrum von Pontresina.

Die Steinböcke von Pontresina: Kostenlose Führung

Die Steinbock-Saison in Pontresina dauert normalerweise von Ende April bis Anfang Juni. Die Pontresina Tourist Information bietet auf ihrer Webseite nicht nur ausführliche Infos zu den Steinböcken, sondern zur Steinbock-Saison dienstags und freitags kostenlos Führungen an. Einer solchen Führung wollen wir uns anschliessen und machen uns hinter unserem Guide Ruedi auf den Weg zu den Steinböcken.

Der Weg hoch auf die Steinbock-Promenade ist ziemlich steil. Gutes Schuhwerk und etwas Kondition ist gut.

Für die Steinböcke nehmen ich und der kleine Globetrotter ein bisschen schwitzen natürlich gerne in Kauf! Sowieso wird unser Aufstieg mit sensationellen Ausblicken über Pontresina und die umliegenden Berge belohnt!

Die Steinböcke in Pontresina Führung zu den Steinböcken mit Guide Ruedi

Die Steinböcke in Pontresina Aussicht auf Pontresina

Die Steinböcke von Pontresina: Unterwegs auf der Steinbock-Promenade

Ja, du hast ganz richtig gelesen. In Pontresina gibt es einen eigenen Weg, der den Steinböcken gewidmet ist. Er wird Steinbock-Promenade genannt. Dieser Weg startet bei der Kirche Sta. Maria rechts oberhalb des Dorfes. Falls du ebenfalls mit dem Bus anreist, steigst du für die Steinbock-Promenade bei der Station Pontresina Rondo aus. Von dort gehst du dann zu Fuss hoch zur Kirche. Auf dem Weg erfährst du an sieben Stationen Interessantes über die Steinböcke. Kinder können auch kleine Rätsel lösen. Mamas und Papas werden sich freuen, dass die Steinbock-Promenade in Pontresina kinderwagentauglich ist.

Die Steinböcke in Pontresina Steinbock-Promenade in Pontresina

Die Steinböcke von Pontresina: Wie findet man die Steinböcke

Unser Guide Ruedi ist bestens ausgerüstet mit Fernrohr und -glas. Motiviert und zügig stapft er vor uns den Berg hinauf. Wird er uns die Steinböcke finden? Immer wieder bleibt er stehen, um mit seinem Fernglas die Hänge abzusuchen. Dazwischen erzählt er uns viele interessante Fakten von den einst in den Alpen ausgerotteten Tieren.

Die Steinböcke galten früher als wandelnde Apotheken. Vor ca. 100 Jahren wurden dann 3 Tiere wieder im Schweizerischen Nationalpark angesiedelt. Heute beherbergt der Kanton Graubünden 6’000 Tiere.

Das ist ungefähr die Hälfte der gesamtschweizerischen Steinbock-Population. Ruedi verrät uns auch, dass davon ungefähr 1’000 Tiere in der Gegend um Pontresina leben. Das klingt gut! Jetzt müssen wir nur noch ein paar davon finden. Nachdem wir durch ein kleines Waldstück gegangen sind, sind wir nun auf der Steinbock-Promenade angekommen.

Plötzlich stellt Ruedi sein Fernrohr auf! Er hat etwas am Hang gesehen! Wir sind gespannt! 

Die Steinböcke in Pontresina Rehe beobachten auf der Steinbock-Führung

Anstatt Steinböcke entdecken wir drei Rehe, die friedlich einige Meter über dem Weg grasen. Rehe zu sehen ist natürlich auch nicht schlecht! Der kleine Globetrotter hat auf jeden Fall riesige Freude! Unsere Tour geht weiter und ab und zu hüpft ein Eichhörnchen über den gut angelegten Wanderweg. Wo aber sind die Steinböcke? Wir gehen weiter zum Damm, der Pontresina vor Geröll und Wasser schützt. Hier sind die Steinböcke wohl gerne. Sie lecken dann Salz aus dem Beton, der die Steine zusammen hält. Aber auch hier bleibt unsere Steinbocksuche erfolglos. Auf der Sonnenterrasse finden wir zumindest ein paar geschnitzte Steinböcke. Diese Terrasse ist übrigens ein super Plätzli für eine Rast.

Hier gibts im Winter sogar kostenlos Liegestühle und warme Decken! Ein echter #Lieblingsplatz!

Ein paar Ecken weiter gibt Ruedi dann auf. Unsere Führung bleibt leider Steinbock-los. Dafür gibts zum Abschluss noch ein paar letzte spannende Steinbock-Facts, die Ruedi eigentlich am lebendigen Tier vorgesehen hatte. Schade.

Die Steinböcke in Pontresina das Steinbockhorn wird erklärt

Die Steinböcke von Pontresina: Unsere Suche auf eigene Faust

So schnell geben ich und der kleine Globetrotter natürlich nicht auf. Dank Ruedi wissen wir jetzt viel über die Tiere und machen uns am nächsten Tag gegen Nachmittag selber auf Pirsch. Nachmittags soll die beste Zeit für die Tierbeobachtung sein!

Die Steinböcke in Pontresina Start der Steinbock-Promenade bei der Kirche Sta. Maria

Aber auf der Steinbock-Promenade ist kein Tier in Sicht.

Bei der Sonnenterrasse geniessen wir dafür die schöne Aussicht auf Pontresina und die umliegenden Berge. Kein Wunder, gefällt es den Steinböcken hier so gut!

Die Steinböcke in Pontresina Aussicht geniessen auf der Steinbock-Promenade

Ein Biker macht neben uns eine kleine Pause und verwickelt uns in einen kurzen Schwatz.

Nur ganz beiläufig erwähnt er, dass er vor wenigen Minuten auf einer Lichtung vier imposante Steinböcke gesehen hat.

Und das sagt er uns nicht gleich als Erstes? Für die Locals scheinen die Steinböcke wohl nicht mehr ganz so etwas Spezielles zu sein wie für uns. Mein Safarigeist erwacht! Wo, wann, wie kommen wir am schnellsten zu den Steinböcken? Der Mann erklärt uns den Weg und schon sind der kleine Globetrotter und ich auf dem Weg zum kleinen Waldstück auf der anderen Seite des Steinbock-Wegs. Unterwegs treffen wir noch einmal ein Paar, dass die Location der Steinböcke bestätigt. Juhui! Gleich sehen wir die Tiere! Freudig flitzen wir den Weg hinunter den mächtigen Tieren entgegen. Ja, so ist zumindest der Plan. Aber dann zieht ein Gewitter auf. Eine Lichtung reiht sich an die nächste und kein Steinbock ist in Sicht. Regen setzt ein. Es wird ziemlich dunkel im Wald und der Regen wird auch stärker. Ich glaube, die Steinböcke wollen uns dieses Jahr nicht sehen. Wir drehen um und gehen runter zur Bushaltestelle Pontresina Schlossgarage. Zufrieden sitzen wir im warmen Bus. Schade, haben wir die Steinböcke nicht gesehen. Aber eigentlich ist es gut so. Wenn wir es einfach gewollt hätten, hätten wir ja auch gleich in den Zoo gehen können. Wir kommen also bestimmt ein anderes Jahr wieder und freuen uns jetzt schon darauf! Bis dahin amüsieren wir uns weiterhin über die frechen Steinböcke Gian und Giachen.

Ich bin sicher, dass du dich jetzt bald auch auf Steinbock-Pirsch machen wirst, oder? Oder hast du die Steinböcke in Pontresina bereits gesehen? Weisst du einen anderen Ort, wo man die Tiere gut trifft? 

Die Steinböcke in Pontresina Verlosung Buch Gian und Giachen

Und jetzt gibts noch etwas Schönes zu gewinnen!
Damit du dich und dein Kind oder deine Kinder auf die Steinbock-Safari vorbereiten kannst, verlose ich ein Exemplar des neuen Bilderbuchs der kultigen Steinböcke Gian und Giachen. Wenn du „Gian und Giachen und der Sternschnuppenberg“ gewinnen möchtest, lass mich doch einfach im Kommentarfeld wissen, wem du die Steinböcke in Pontresina gerne zeigen möchtest.
Aus allen Kommentaren zieht der kleine Globetrotter am 17. Juni 2018 um 18 Uhr die glückliche Gewinnerin bzw. den glücklichen Gewinner. Per E-Mail tauschen wir dann die Adresse aus.

Bun divertiment,
deine Travel Sisi

Hinweis: Meine Reise ins Engadin wurde von Graubünden Tourismus unterstützt. Vielen Dank dafür! Du kannst aber natürlich trotzdem sicher sein, dass dieser Bericht meiner persönlichen Meinung und Begeisterung entspricht.

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